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Was ist Cialis?

Was ist Cialis eigentlich?

Cialis

Cialis ist ein Medikament, das den Wirkstoff Tadalafil enthält. Cialis ist ein erektionsförderndes Mittel, das gegen erektile Dysfunktion eingesetzt wird.

Der Wirkstoff Tadalafil hemmt das Enzym Phophodiesterase-5 (PDE-5), das eine Erektion nach einer sexuellen Erregung wieder abbaut. Ohne dieses körpereigene Enzym würde es zu Dauererektionen kommen. Durch die Einnahme des enzymhemmenden Cialis bzw. Tadalafil kommt es bei einer sexuellen Erregung leichter zu einer andauernden Erektion.

Allerdings ist Tadalafil kein Aphrodisiakum, das die sexuelle Erregung ersetzt. Der Wirkstoff ist deshalb nur bei einer Erregung spürbar und sorgt vor allem dafür, dass es schneller zu einer Erektion kommt, die dann auch länger andauert. Dabei kann es je nach Situation während des Zeitraums, in dem der Wirkstoff aktiv ist, auch zu mehreren Erektionen und Ejakulationen kommen. 

Das besondere an Cialis ist die lange Wirkungsdauer von etwa 24 bis 36 Stunden. Aus diesen Grund wird Cialis auch häufig als "Die Wochenendpille" bezeichnet, da die Wirkugnsdauer ideal für ein langes Wochenende ist.

Im Gegensatz zu anderen erektionsfördernden Mittel kann Tadalafil bzw. Cialis bei einer niedrigen Dosierung auch täglich eingenommen werden und so zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Erektionsfähigkeit beitragen. Cialis gibt es also auch als "5mg" Variante welche gerne als "Cialis Daily" bezeichnet wird.

Einnahme und Wirkungsweise

Bei täglicher Einnahme wird eine Dosis von 5mg und somit "Cialis Daily" empfohlen. Die Wirkung von Tadalafil kann bis zu 36 Stunden andauern, und die Halbwertzeit ist deutlich größer als bei Sidenafil, das als Viagra auf dem Markt ist. Durch die tägliche Einnahme sind auch spontane sexuelle Aktivitäten möglich. Bei einer geplanten sexuellen Aktivität können Patienten Cialis etwa 30 Minuten vor dem Sexualakt eingenommen werden.

Diese hohe Dosierung sollte aber nur in seltenen Fällen erfolgen. Bei Leber- oder Niereninsuffizienz kann die tägliche Dosierung auf 2.5 mg pro Tag reduziert werden. In anderen und höheren Dosen und unter einem anderen Handelsnamen wird Tadalafil seit 2010 auch zur Behandlung von Pulmonaler Arterieller Hypertonie eingesetzt. Seit 2012 ist es als Mittel gegen das benignen Prostata-Syndroms anerkannt. 



Entwicklungsgeschichte

Lilly IcosCialis von der Pharmafirma Eli Lilly ist ein Nachfolgeprodukt von Viagra, das vom Pfizer-Forschungsinstitut in Sandwich entwickelt wurde. Die Pfizer-Forschergruppe suchte Anfang der 90er Jahre ein Herzmittel und fand dabei den Stoff UK-92480, der das Enzym PDE-5 blockiert. Bei den ersten Testreihen berichteten Männer davon, dass ihre Erektionen länger als gewöhnlich anhielten. Man erkannte zum damaligen Zeitpunkt keinen Bedarf für diese Wirkung und meldete den Wirkstoff als Herzmittel unter dem Namen Sildenafil Citrate als Patent an. Als Herzmittel blieb es erfolglos.

Pfizer untersuchte daraufhin die Möglichkeiten, die potenzfördernde Nebenwirkung zu fördern und entwickelte das inzwischen weltberühmte Viagra. Als es auf dem Markt kam, berichtete sogar das „Times Magazine“ auf seiner Titelseite über diesen neuen Wunderstoff. 

Andere Pharma-Unternehmen entwickelten daraufhin andere Wirkstoffe, die das Enzym PDE-5 blockieren konnten. Die Firma „Eli Lilly Pharma“ kam 2002 mit Tadalafil auf den Markt. Es zeigte sich, dass Cialis bzw. Tadalafil täglich eingenommen werden kann und vor sexuellen Aktivitäten deshalb keine Planung notwendig ist. 

Es wurden drei klinische Studien mit 1054 Patienten durchgeführt, um die Wirkungsdauer von Cialis festzustellen. Die Untersuchungen, die in einem häuslichen Umfeld durchgeführt wurden, zeigten, dass die Wirkung bis zu 36 Stunden nach der Einnahme spürbar war.

Cialis hat inzwischen Viagra in der Beliebtheit überholt. Im Sommer 2015 wurde bekannt, dass die größte Apothekenkette der USA – CVS – Viagra aus seinem Sortiment der potenzfördernden Mittel nimmt, die von der Krankenkasse gedeckt werden können. Viagra soll in Zukunft vollkommen mit Cialis bzw. Tadalafil ersetzt werden. Viagra wird dann nur noch an Selbstbezahler verkauft.

Der eigentliche Grund für diese Bevorzugung wurde nicht bekannt, man nimmt jedoch an, dass eine Preispolitik hinter dieser Entscheidung steckt, auch wenn es unmittelbar so aussieht, als bevorzuge man Cialis aufgrund seiner besseren Verträglichkeit. 

Cialis Tabletten sind oval und orangefarben und unterscheiden sich rein optisch deutlich von der berühmten blauen Viagra.

Wirkung und Nebenwirkungen

Cialis NebenwirkungenAuf Sanego.de (Bildquelle http://www.sanego.de/Medikamente/CIALIS/) können Patienten die Cialis genutzt haben das Medikament bewerten und von der Erfahrung mit Cialis berichten. Wie zu erkennen ist bewerten Patienten die Wirkung von Cialis mit 8 von 10 Punkten. Die Verträglichkeit wird ebenfalls sehr gut mit 7 von 10 Punkten bewertet. Die Anwendung ist aufgrund der einfachen Einnahme und sehr langen Wirkungszeit mit 8,5 von 10 Punkten bewertet. Das Preis Leistungs Verhältnis leidet mit 6 von 10 Punkten etwas.

Die Empfehlung wird wieder mit 7 von 10 Punkten bewertet. Insgesamt hat Cialis eine Bewertung von 7,2 von 10 Punkten und schneidet somit unter den Potenzmitteln am Besten ab. Bei den Nebenwirkungen treten vor allem nur Kopfschmerzen, gefolgt von gar keinen Nebenwirkungen, einer verstopfen Nase, Muskel oder Rückenschmerzen auf. Viele Patienten nehmen eine leichte Aspirin Tablette und sind dann von den Nebenwirkungen brefreit.


Cialis ist also auch wegen seiner wenigen Nebenwirkungen beliebt. Während Viagra für Herz- und Kreislaufpatienten gefährlich werden kann, scheint es ähnlich Probleme bei dem Cialis Wirkstoff Tadalafil nicht zu geben. Durch Tadalafil schwellen die Blutkörperchen im Penis an, und eine vorhandene Schwellung hält länger. Das Medikament wirkt dabei fast ausschließlich auf das männliche Glied und nicht auf alle Blutgefäße im Körper und im Gehirn, wie es bei anderen Potenzmitteln der Fall ist.

Tadalafil wirkt hauptsächlich auf das Enzym PDE-5. Auch nah verwandte Enzyme wie PDE-6 werden von Tadalafil kaum beeinflusst. PDE-6 ist für die Durchblutung der Netzhaut am Auge verantwortlich. Bei anderen Potenzmitteln kann es deshalb zu Farbblindheit kommen. Solche Fälle sind bei Cialis noch nicht registriert worden. Allerdings kann es auch hier zu Sehstörungen oder zu Augenschmerzen kommen. Wenn das der Fall ist, muss ein Arzt konsultiert werden. 

Studien haben gezeigt, dass 80 Prozent der Patienten die angenehme Wirkung von Cialis spüren und dabei kaum oder keine Nebenwirkungen registrieren. 

Registrierte Nebenwirkungen sind u.a. Kopfschmerzen, die aber schnell vorrübergehen. Außerdem kann es zur Verstopfung kommen. Diese Nebenwirkungen treten vor allem auf, wenn man Tadalafil zum ersten Mal nimmt. Mit der Zeit scheint sich der Körper an den Stoff zu gewöhnen. Andere Reaktionen sind Gesichtsrötungen, leichtes Schwindelgefühl, Rücken- und Muskelschmerzen. Einige Männer berichten auch von verstopften Nasen und leichten Erkältungssymptomen.

Hautrötungen können zeigen, dass man auf das Mittel allergisch ist. Dann sollte man sich unbedingt mit seinem Arzt beraten. Gegebenenfalls kann eine Allergie eine Nesselsucht auslösen. Auch Schlaganfall-und- Herzinfarkt-Patienten sollten Cialis nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen. Sehr selten kann es vorkommen, das die Erektion zu lange anhält und Schmerzen verursacht. 

Eine positive Nebenwirkung besteht in einer verbesserten Durchblutung der Lunge, die Leitungsfähigkeit des Mannes kann durch die Einnahme deshalb ganz allgemein gestärkt werden. Bei einer Überdosierung können sich die Nebenwirkungen verstärken. Beim Absetzen des Mittels entstehen keine Entzugserscheinungen, allerdings hört die Wirkung dann innerhalb von einem Tag auf. Die Verkehrstüchtigkeit wird nicht beeinflusst.

Psychologische Bedenken

Es ist beobachtet worden, dass die Einnahme von Cialis auch dann erfolgt, wenn keine Dysfunktion der Erektion vorliegt. Gründe sind dabei oft Versagensängste oder Leistungszwänge. Ärzte warnen davor, dass es dann zu psychischen Abhängigkeiten kommen kann. Ärzte empfehlen bei psychischen Problemen eine gleichzeitige Behandlung gegen Stress und andere äußere Umstände, die die Potenz negativ beeinflussen können. 

Wann man mit der Einnahme vorsichtig sein muss

Auch bei Cialis gibt es Gegenanzeigen und Anwendungsbeschränkungen. Es können auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten. Deshalb ist eine Beratung durch einen Arzt unerlässlich.

Zu den Risikogruppen gehören Herz- und Kreislaufpatienten, wobei der Produzent darauf aufmerksam macht, dass sexuelle Aktivitäten als solche schon für diese Patienten anstrengend sein können. Zurückhaltung bei der Verschreibung des Medikaments ist also nicht unbedingt auf den Wirkstoff zurückzuführen. 

Auch Patienten mit zu niedrigem oder zu hohem Blutdruck müssen vorsichtig sein. Andere Risikopatienten sind Patienten, die unter Knochenmarkkrebs, Blutkrebs und Sichelzellenanämie leiden. Auch Männer mit einer krankhaften Verformung des Penis sollten Cialis nicht einnehmen.

Cialis sollte nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden, da der Alkoholkonsum die Fähigkeit, eine Erektion zu bekommen, einschränkt. Außerdem kann Alkohol den Blutdruck beeinflussen, und es kann zusammen mit Cialis zu Schwindelgefühlen kommen.
Wechselwirkungen können bei der gleichzeitigen Einnahme von organischen Nitraten oder Stickstoffoxid-Donatoren entstehen. Hierbei handelt es sich um Medikamente, die gegen Angina pectoris und bei zu hohem Blutdruck eingesetzt werden. 

Cialis Generikum?

Cialis wird häufig auch über unerwünschte Emails oder auch Fake-Apotheken im Internet angeboten. Es handelt sich dann jedoch um kein Originalprodukt. Es sind zahlreiche Nachahmerprodukte und "Generika" auf dem Markt. Diese werden rezeptfrei und wesentlich preisgünstiger angeboten. Allerdings kann die Wirkung dieser Präparate nicht ausreichend dokumentiert und überprüft werden, und die Einnahme kann durchaus mit gefährlichen gesundheitlichen Schäden verbunden sein.

Es kann sehr schwierig sein, gefälschte von Originalprodukten zu unterscheiden. Bei Medikamenten kann man nur sicher sein, wenn die Auslieferung über eine anerkannte Apotheke erfolgt. Bei Internet-Angeboten sollte man überprüfen, ob ein vollständiges Impressum vorhanden ist.

Es gibt derzeit noch keine zugelassenen Generika von Cialis. Das Patent von Lilly Icos läuft vermutlich erst 2018 ab. Dann können Cialis Generika legal bestellt werden.


Cialis Fachinformation zusammengefasst:

Cialis Verpackung

Cialis wirkt im Gegensatz zu Viagra ganze 24 bis zu 36 Stunden. Hier erhalten Sie nun noch weitere Informationen über die Wirkungsweise, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen über Cialis mit den Wirkstoff "Tadalafil".


Allgemeines


Cialis ist ein Arzneimittel, das bei Männern gegen Potenz- und Erektionsstörungen wirkt. Viele Männer, vor allem die über 60jährigen leiden unter dieser Sexualstörung. Die Ursachen dafür sind sehr vielfältig. Zum Einen gibt es organische Verursacher, zum Anderen auch psychische. Organische Ursachen können Diabetes, Bluthochdruck, Alkoholkonsum, Verkalkungen der Blutgefäße aber auch Verletzungen sein.

Cialis ist in Deutschland seit 2002 auf dem Markt, es gehört zu den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Es ist auch unter dem Namen Tadalafil bekannt. 

Wirkungsweise/ Wirkungsdauer 


Durch die Einnahme des Arzneimittels Cialis soll die Blutzufuhr zum Penis erhöht werden und es wirkt auf die Muskeln entspannend. Die Einnahme soll etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Sexualverkehr erfolgen. Als zusätzliche Unterstützung sollte eine sexuelle Stimulation vor dem Geschlechtsakt erfolgen. Die Wirkungsdauer ist bei jedem Mann verschieden. Es wird aber eine Wirkungsdauer von bis zu 36 Stunden angegeben, es sind auch Fälle von bis zu 48 Stunden bekannt. 

Sollte vom Arzt eine tägliche Einnahme des Arzneimittels empfohlen worden sein, so ist Cialis immer zur gleichen Zeit einzunehmen, vor allem bei aktiver Sexualität. 

Bei der Einnahme von Cialis ist in Bezug auf die Ernährung nichts zu beachten, es kann sowohl auf nüchternden Magen, als auch während des Essens eingenommen werden. Sollten die Speisen zu fetthaltig sein, kommt es eventuell zu einer verzögerten Wirkung. 

Inhaltsstoffe

Zu den Inhaltsstoffen des Arzneimittels Cialis gehören unter Anderem Tadalafil, Laktose, Magnesium, Talkum, Titan Dioxid, Triacetin und Natrium. 

Nebenwirkungen und Hinweise zu bestehenden Krankheiten:
Wie bei jedem Arzneimittel kann es auch unter der Anwendung von Cialis zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Dazu zählen Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme, Schwindel und starke Müdigkeit. 

Allerdings ist zu beachten, dass Cialis bei bestimmten Vorerkrankungen nicht angewendet werden darf, oder aber nur nach Rücksprache mit dem Arzt. Dazu gehören Erkrankungen wie Knochenmarktskrebs, Blutkrebs, schwere Leber- oder Nierenerkrankungen und bei abnormalen Verformungen des Penis.

Cialis wirkt ausschließlich bei einer erektilen Dysfunktion, also Potenz- und Erektionsstörungen. Sollte das Arzneimittel nicht wirken, so ist davon auszugehen, dass die Potenzprobleme durch andere Ursachen ausgelöst werden.